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Author Thema:   Kolbenfresser
Bodenelektriker

Einträge: 1
Registriert am: 02-08-2016

geschrieben: 02-08-2016 23:42 EST   Klick hier für das Profil von Bodenelektriker   Klick hier fü eine EMail an Bodenelektriker     Eintrag bearbeiten
Hallo zusammen,
ich bin neu in der Trabbiwelt, und benötige ein wenig Hilfe.
Habe mir am Wochenende einen 601er mit Motorschaden gekauft.
Heute hatte ich endlich Zeit, Ursachensuche zu beginnen.

Es ist ein Kolbenfresser auf dem 2. Zylinder.
Mit Kriechöl und vorsichtigen Schlägen mit Hartholz , bekam ich ihn wieder frei.
Hing arg fest.
Der Kol eh ist völlig hin, der Zylinder sieht erstaunlich gut aus.

Mein Problem ist folgendes: Kolben fehlt ein etwa Fingernagel großes Stück was wahrscheinlich nach dem Fresser das Pleuel mit dem Restschwung reingehauen hat.
Einige Teile kann ich im Kurbelgehäuse sehen...
Welches weitere Vorgehen würdet Ihr empfehlen?
Danke schon mal...

jenson

Einträge: 56
Registriert am: 29-08-2011

geschrieben: 03-08-2016 09:40 EST     Klick hier für Profil von  jenson  Klick hier für EMail an  jenson     Eintrag bearbeiten
Hallo,
ich empfehle, den Motor komplett zu demontieren und alles zu inspizieren. Kaputte Lager oder unzulässige Rundlaufabweichungen sind mehr als ausreichend Grund, die KW zur Regeneration zu geben bzw. zu ersetzen.

Sonst werden sich die KW Lager beizeiten während des Betriebes auflösen, was eine Zerstörung des KW-Gehäuses nach sich zieht. Dahingehend ist der Zweitakter mit seinen Rollen- und Kugellagern gegenüber dem Viertakter mit Gleitlagern deutlich stärker gefährdeter.

Außerdem beide Zylinder natürlich ausschleifen und hohnen lassen sowie passende Übermaßkolben montieren. Am Ende das ganze die ersten 1-2TKm ordentlich einfahren.

Rex

Einträge: 1659
Registriert am: 29-11-2000

geschrieben: 03-08-2016 15:45 EST     Klick hier für Profil von  Rex    Eintrag bearbeiten
Wenn an der Kurbelwelle keine weiteren Schäden feststellbar sind (Pleuellager, Pleuelspiel, Kurbelwellenlagerspiel), würde ich es einfach erstmal nur mit einem neuen Kolben gleicher Größe und neuer Zylinderfuß- und Kopfdichtung versuchen. Das wäre die kostengünsigste Variante und der neue Kolben läuft sich im alten Zylinder auch ein.
standard

Einträge: 20046
Registriert am: 26-01-2002

geschrieben: 03-08-2016 21:51 EST     Klick hier für Profil von  standard  Klick hier für EMail an  standard     Eintrag bearbeiten
Es KANN sein, daß das gut geht - ´russisch´ wäre diese Methode allerdings definitiv...
Wenn Du´s richtig machen willst: Motor ausbauen und zerlegen, Inst. nach Befund (und der wird recht sicher auf eine Kpl.kur hinauslaufen .
TrabiP601S

Einträge: 5
Registriert am: 01-05-2017

geschrieben: 05-05-2017 21:30 EST     Klick hier für Profil von  TrabiP601S  Klick hier für EMail an  TrabiP601S     Eintrag bearbeiten
Hallo Trabi Freunde...
Ich hab gehört das die Zylinder nicht lange gehalten haben...
Meiner hat 70km drauf

Wenn er Kompression hat und so alles läuft soll man dann trotzdem die Zylinder ziehen?

TV P50

Einträge: 3788
Registriert am: 06-12-2001

geschrieben: 05-05-2017 21:57 EST     Klick hier für Profil von  TV P50  Klick hier für EMail an  TV P50     Eintrag bearbeiten
Warumn willst du nach 70km einen Zylinder ziehen, der ist doch da noch fast neu

Was meinst du mit nicht lange gehalten haben?

Ein "gesunder" Interval liegt so bei 60.000-80.000km nach denen man die Zylinder ausschleift und neue Kolben verwendet. Die Kurbelwelle, gerade die neuere Ausführung, sollte dann auch etwa überholt werden. Wenn sie wirklich noch gut ist, dann kann sie auch eine zweite Runde vertragen, was aber meist zur Folge hat, dass sie dabei so verschlissen wird, dass man sie nicht mehr so einfach überholen kann.

Meinst du vielleicht das deiner 70.000 runter hat. Wenn ja, kannst du mit Sicherheit sagen, das die Teile des Motors auch wirklich 70.000 gelaufen sind? Hast du selber die 70.000 gefahren?

Wenn er läuft kann man sicher noch damit fahren, aber die Erfahrung zeigt, das läuft und läuft immer im Auge des Betrachters liegt. Ich hatte gerade wieder so einen Fall von mehrfach defektem Motor und der Besitzer hat die Geräusche alle für normal gehalten.

Wenn ich die Laufleistung nicht wirklich genau nachvollziehen kann und die Klangprobe Zweifel läßt, so zerlege ich, begutachte und tausche ggf. Teile aus und überhole sie.

Andi

Einträge: 3818
Registriert am: 22-01-2001

geschrieben: 07-05-2017 10:27 EST     Klick hier für Profil von  Andi  Klick hier für EMail an  Andi   Visit Andi's Homepage!   Eintrag bearbeiten
Bei mir stehen auf dem Tacho 75.000 km und der Motor läuft erstaunlich gut.....

Naja, ist ja auch bei 62.000km erst ein neuer Motor rein gekommen incl. neuem Getriebe.

Wenn ich ihn jetzt so verkaufen würde und den Motor und Getriebetausch nicht erwähnen würde, würde der neue Besitzer sich sicherlich freuen das der mit 75.000km noch so gut läuft und das mit der Regenerierungsempfehlung von 60.000-80.000 km nicht so recht glauben.

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