Das TRABI Diskussionsforum ARCHIV


Suche:
Seite: 1 2 Nächste Seite »
Autor Thema: Getriebeprobleme
trabantsusi

Beiträge: 931
Registriert am: 11.11.1999


hi ihrz!
nun mal eine frage! mein grüner 601er ließ sich schon immer etwas schwer schalten, also hab ich die schaltstange etc. abgeschmiert und getriebeölwechsel gemacht!
und seitdem hab ich das problem das sich der rückwärstgang wie gummi einlegt, und beim rückwärstfahren immer wieder rausspringt!
weiterhin lassen sich die gänge schwer einlegen und es gibt unangenehme geräusche?

ist das getriebe nun hin?
oder was kann man sonst noch tun?

mfg eure susi

Little

Beiträge: 1.815
Registriert am: 04.09.1999


Erst mal Kupplungsspiel prüfen....
Was hast du für ein Öl genommen?
Chris601

Beiträge: 9.390
Registriert am: 19.11.1999


Kupplungsspiel ist o.k. Die Kuppelt offensichtlich auch richtig aus. Susi ist meine Freundin, noch Fragen, was se für Öl genommen hat?! HLP 68
Was Susi mit dem Gummi-Rückwärtsgang meint ist folgendes: man merkt die "Stufe" nicht, wenn man den Schalthebel nach ganz unten drückt. Man drückt den einfach nach unten und spührt zunehmenden Wiederstand, als ob man gegen Gummi drückt. Übrigens ist die Stufe, wenn man den Schalthebel ganz reindrückt, für den R-Gang auch irgendwie verschoben. legt man den 1.ein kann man mit einem Ruck, diese Stufe ebenfalls überschreiten (als Auswirkung wird der Schalter für den Rückfahrscheinwerfer betätigt (eingeschraubte Version)).
Alle Klarheiten beseitigt?
Ehe man nun anfängt den Fehler im Getriebe zu suchen, werden wir lieber ein "gut-gebrauchtes" nehmen...
OJ

Beiträge: 573
Registriert am: 05.01.2000


Auf jeden Fall auch mal prüfen, ob die Schaltwege eingehalten werden, oder ob ein Bowdenzug/Kabelstrang den Weg des Schalthebels behindert. Manchmal ist auch das Schaltrohr falsch eingestellt(Ganghebel geht zu tief in die Verkleidung rein, beim Rückwärtsgangschalten), und schnippst deswegen aus dem Rückwärtsgang wieder in den Leerlauf, weil er vom Verkleidungsgehäuse behindert wird.
Ansonsten vermute ich auch getriebeseitige Ursachen.

Frage: War die Sperre für den Rückwärtsgang vor dem Ölwechsel und Abschmieren noch da, oder ging der Schaltstock vorher so schwer ( ), das man es nicht bemerkt hat?

[Bearbeitet von OJ (06-11-2000 - 17:30)]

t bird fan

Beiträge: 124
Registriert am: 07.09.2000


warum nicht einfach mal schaltstange ausbauen,kupplung manuell betätigen,ebenso das einlegen der versch. gangstufen.ich kann mir nicht vorstellen,daß das getriebe auf ganzer linie hin ist(test nat.bei laufendem motor)
CHRREI

Beiträge: 37
Registriert am: 13.04.2000


Mal ne ganz blöde Frage( Weil ich Leute kenne , denen es schon passiert ist) Hast du beim Ölauffüllen vielleicht die Justierung herausgedreht? Bie VW und Ford kann es passieren, das wenn man die falsche Schraube herausdreht, das die Schaltgabeln oder Justierungen einfach im inneren herunterfallen, und anschließend das Getriebe ausbauen muss
Trabantfan

Beiträge: 754
Registriert am: 18.03.2000


Schäm dich Chris601 !!

Susi soll deine Freundin sein und muss ihr Getriebeöl selber wechseln ?!

Das ist nichts für zarte Frauenhändchen !

Grüsse, Trabantfan !

bulibus

Beiträge: 2
Registriert am: 07.11.2000


Ahoi Susi, das mit dem "wie Gummi" schalten und mit dem wieder rausspringen hatte ich auch mal. Ursache war, das der Bowdenzug zum Vergaser am Schaltrohr geschliffen hat. Betroffen davon waren der 4. und der Rückwärtsgang
mfg
Little

Beiträge: 1.815
Registriert am: 04.09.1999


"Das ist nichts für zarte Frauenhändchen !"

????

Ich war schon immer für Gleichberechtigung!!!
Oder willst Du, das dich deine Freundin immer anruft, wenn er mal nicht anspringt???

Also must Du es ihr auch zeigen wie es geht!

"Selbst ist die Mann/Frau!"

kupy

Beiträge: 7.303
Registriert am: 11.10.1999


Die Schaltgabeln laufen auf gehärteten Wellen mit eingeschliffener Kerbe am Rand, in die eine federbelastete Kugen drückt (der typische Druckpunkt beim R-Gang z.B.). Verdreht sich die Welle, weil die Klemmung für die Gabel locker geworden ist, drückt die Kugel nicht mehr in die Kerbe. Ergo: der Gang geht entweder schwammig rein oder fällt wieder raus. Da man zur Reparatur das Getriebe zerlegen muß und jegliche Einstellarbeiten nicht ganz ohne sind, würde ich den kompletten Tausch empfehlen. Nachsehen könnt ihr ja dann immer noch.
Rudi

Beiträge: 1.595
Registriert am: 06.05.2000


Ich habe einen Trabi bekommen der seit sieben Jahren abgemeldet ist,es funktioniert alles einwandfrei selbst die Bremsen sind dicht,nur ein Problem gibts doch das Getriebe schaltet sich extrem schwer.Kann sich ein Getriebe kaputtstehen?Ich hatte mal einen 500er der hatte 17 Jahre!!! gestanden und da gings astrein,dafür waren aber alle Radbremszylinder hin.Achso es ist nicht direkt das Schalten,sondern die Schaltstange läßt sich kaum rein und raus bewegen,alle äußeren stellen sind gefettet es kann also nur noch am Getriebeinneren liegen.
Andi

Beiträge: 3.836
Registriert am: 22.01.2001


Es kann unter Umständen zu Innenkorrosion durch Luftfeuchtigkeit im Getriebe gekommen sein (bei so langer Standzeit).Deswegen sollte man bei längerem Stillstand (länger als ein Jahr)das Getriebe bis zum Rand mit neuem Öl füllen und es natürlich bei Wiederinbetriebnahme auf normalstand ablassen.Das kann man vergleichen mit der Innenkorrosn vom Tank wenn er nicht voll ist,den das Getriebe hat auch eine Entlüftung wo es unter Umständen Feuchtigkeit zieht.Fülle das Getriebe mal bis oben hin auf,lass es ein paar Tage stehen Schalte mehrmals und probiers ob es leichter geht.*Daumen drück*
Rudi

Beiträge: 1.595
Registriert am: 06.05.2000


Das dachte ich mir auch,ich wollte nur noch nichts zerlegen,weil sich der Trabi in absoluten Originalzustand befindet und erst 44000 km gelaufen ist.
Andi

Beiträge: 3.836
Registriert am: 22.01.2001


Wahrscheinlich ist die Schaltstange in ihrer Führung etwas festgegangen weil sie ganz oben sitzt und dadurch bei längeren Stillstand kein Öl mehr abbekommen hat.Besonders dort wo sie aus dem Getriebe kommt ist sie der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt,versuch mal sie dort mit Öl gängig zu machen.
Mick

Beiträge: 83
Registriert am: 30.03.2001


Ich habe mal zum Getriebe ein ganz anderes Problem.
Oben auf dem Getriebe ist die Schaltstange in einer Art Halteblech gelagert, dieses ist mit 2 Schrauben am Getriebe befestigt. Da war mir an meinem guten Stück eine von diesen Schrauben abgegangen. Das habe ich erst benerkt, als ein wenig Öl aus dem Loch trat und auf dem Getriebe rumgesaut hat. Da ich nicht weiß, wieviel Öl nun dabei rausgekrabbelt ist, bin ich mir nicht sicher ob evtl. zu wenig Öl im Getriebe ist.
Wieviel Liter Öl ist da eigentlich drin und kann ich es irgendwo messen? Muss ich eventuell einen Getriebeölwechsel machen?
TK601

Beiträge: 144
Registriert am: 25.03.2001


Im Getriebe ist ca. 1.0 l Öl, bei Versionen vor 1985 (glaub ich), sind es ca. 1.3 l.
An der rechten Seite des Getriebes befindet sich eine kleine Schlitzschraube. Die herausdrehen, und wenn das Öl dann herauskommt, ist der Ölstand in Ordnung, ansonsten auffüllen.
Andre

Beiträge: 2.911
Registriert am: 23.04.2000


Das sind die Nachfüllmengen! Im Getriebe verbleibt beim Wechsel ein Rest, so daß die Füllmengen höher sind!
TK601

Beiträge: 144
Registriert am: 25.03.2001


Ja, das hatte ich ganz vergessen! Ca. 0.2l Öl bleiben beim Ölwechsel drin, also die mit dazu rechnen!
Mick

Beiträge: 83
Registriert am: 30.03.2001


an TK601
verstehe ich das jetzt richtig,
wenn ich die Schraube am Getriebe rausmache muss ich Öl nachfüllen, bis das Öl an dieser Schraube herauskommt? oder ist das eine art Ölablassschraube, bei der die angegebene Menge (1.0l) herausläuft, wenn ich diese herausdrehe? Soll das Getriebe warm und gelaufen sein um einen Ölwechsel zu machen oder besser in Ruhe, damit es möglichst alles unten ist? Kann ich auf das alte Öl einfach irgendwelches Getriebeöl nachfüllen oder müssen die zueinander "passen"?
kupy

Beiträge: 7.303
Registriert am: 11.10.1999


Auf den ml genau muß der Füllstand nun nicht stimmen, und aus den Schrauben für das Schaltstangenlager läuft nicht viel heraus. Nur so zur Anmerkung: der Tachoantrieb ist auch nicht abgedichtet, zudem befindet sich in seiner nähe der Druckausgleich (Plastekappe). Selbst wenn Du 100ml verloren hast, was schon eine ganz schöne Sauerei im Motorraum macht, würde ich erst beim nächsten Ölwechsel klar Schiff machen. Oder Du machst das mit der Füllstandskontrollschraube. Dann aber immer nur kleine Mengen nachfüllen und warten, denn es dauert, bis das kalte Öl soweit nachgelaufen ist. Steht das Öl im Normalfall noch bis kurz unter die Schraube, reicht es auch noch locker.
Andi

Beiträge: 3.836
Registriert am: 22.01.2001


Ich würde einen kompletten Ölwechsel machen.Dazu besorge dir ca.1.3Liter(vor Bj.Jan 1987)bzw.1.0Liter(nach Bj.Jan 1987)Getriebeöl HLP 68 oder SAE 80 (das SAE 80 bekommst du an jeder Tankstelle oder bei A.T.U.und das HLP 68 bekommst du bei jeden Schmierstoffhändler).Dann fahre das Getriebe warm (ca.20km)stellst dann eine Schüssel die so groß ist das ca.1.5 Liter reinpassen unter das Getriebe,dort wo die Antriebswellen aus dem Getiebe kommen ist an der untersten stelle seitlich zum Motor eine große Schraube SW 19,die drehst du raus.Nach ca. 1 Minute ist das Öl abgelaufen.In der Zwischenzeit hast du die Schraube mit einen Putzlappen gesäubert und schraubst sie wieder rein ( DICHTRING !nicht VERGESSEN !!)aber mit Gefühl nicht zu fest aber dicht muss sie sein.Die Öleinfüllschraube sitzt oben auf den Getriebe und ist ab juni 1980 aus roter Plaste SW 19 dort füllst du die entsprechende Ölmenge (1,3 oder 1,0 Liter)ein.Zur Ölstandskontrolle ist ist auf der linken Getriebeseite(dort wo der Tachoantrieb sitzt)wenige cm oberhalb der Getriebeunterkante eine Schraube SW 10 (meistens mit roter Farbe gekennzeichnet)wenn du die rausdrehst und Öl rausfliest ist genügend Öl im Getriebe.Dann sofort wieder reindrehen ,wenn nichst kommt dann solange oben nachfüllen bis es dort rauskommt.
Andi

Beiträge: 3.836
Registriert am: 22.01.2001


He! kupy war schneller
TK601

Beiträge: 144
Registriert am: 25.03.2001


Besser als kupy und Andi kann man den Ölwechsel nicht beschreiben!!
Allerdings verwende ich ein Hydrauliköl von Liquimol (ATF 3), weil das recht dünnflüssig ist (war mal ein Geheimtip von einer ehemaligen Trabi-Werkstatt). Hatte bis jetzt keine Probleme damit.
Mick

Beiträge: 83
Registriert am: 30.03.2001


vielen Dank für all diese ausführlichen Beschreibungen!
habe jetzt lediglich ein wenig nachgefüllt, dann kam es schon an der Kontrollschraube raus.
Domski

Beiträge: 1.187
Registriert am: 08.05.2001


Also mit dem Getriebeöl, das ist so eine Sache, SAE 80 ist grundverkehrt, was man auch nachlesen kann im WHIMS! Das "normale" Getriebeölfür neue Autos ist sowas um SAE80, das Trabi-Getriebe benötigt Viskosität (SAE) 20. Das wird unter Hydrauliköl geführt. Man kann außer HLP68 auch folgendes sehr gut verwenden: Ravenol DEXTRON II. Das ist rot wie Kirschsaft und riecht sehr eigenartig. Wer beim BUND war kann sich eventuell an NATO: C635 erinnern, das ist exakt dieses ÖL!
kupy

Beiträge: 7.303
Registriert am: 11.10.1999


Ich zitiere (WHIMS, 8. Auflage, S. 24, Tafel 2.2): "Stehen die aufgeführten Ölsorten nicht zur Verfügung, wird vom Hersteller ... als Getriebeöl ein Öl der Klassifikation SAE80 empfohlen." Zitat Ende
Domski

Beiträge: 1.187
Registriert am: 08.05.2001


Hmm, na gut ich glaub dir das erst mal so weis da steht, aber ich werde am Wochenende mal daheim nachsehen, weil: ich hatte (warum weiss ich nicht mehr) mal SAE 80 gefahren, es lies sich im Winter schlecht schalten! Außerdem bin ich der Meinung, das in irgendeinem WHIMS mitten IM TEXT stand, das SAE20 gefahren werden sollte. Ich schau nach und werde sehen!
Domski

Beiträge: 1.187
Registriert am: 08.05.2001


Hast du SAE80 schon gefahren? Wie war das? Würde mich jetz rein infomativ mal interessieren, das war ein 88er Getrieb wo ich das drinhatte, jetzt geht das mit C635 alles wieder richtig gut!
Andre

Beiträge: 2.911
Registriert am: 23.04.2000


kupy hat recht, es steht dort tatsächlich, und zwar in jeder Auflage, auch in den Werksinfos und Werkstatt-Informationen. SAE 80 fährt sich sehr gut, es ist von der Viskosität her dem HLP68 sehr ähnlich, SAE 20 wäre der helle Wahnsinn, das kann nur ein Fehler sein.
Irgendwo und irgendwann gab es schonmal Diskussionen dazu, entweder hier oder bei trabinet. war glaub ich 1999 oder Frühjahr 2000.
kupy

Beiträge: 7.303
Registriert am: 11.10.1999


Dazu haben wir wahrlich schon jede Menge diskutiert... SAE80 habe ich auch solange gefahren, bis ich HLP68 wieder bekommen habe. In extrem kalten Wintern kann es durchaus sein, daß das Schalten die ersten km etwas schwerer geht. Aber das kann auch verschiedene andere Ursachen haben, z.B. u.a. Schwergängigkeit der Schaltstange.
Seite: 1 2 Nächste Seite »

Springe zu:

Impressum | Datenschutz