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Autor Thema: Ist der Umbau eines 601 zu einem 1.1 möglich?
601_98

Beiträge: 7
Registriert am: 22.12.2007


Hallo, seit kurzem bin ich 601 Besitzer, ist schon ziemlich schrottig, will ihn aber retten (Rost und so). Folgende Frage hätte ich, ist es möglich einen 601 in einen 1.1 umzubauen? Zum Beispiel wechseln des kompletten Vorderwagens oder so.
Auch würde mich interessieren, ob die Dreieckslenker hinten mit Blattfeder, die selben sind wie die Dreieckslenker mit Schraubenfedern. Vielen Dank im voraus für eine Antwort und ein schönes Weihnachtsfest für alle Pappen- Besitzer.
pwb601

Beiträge: 3.903
Registriert am: 07.10.2001


"Zum Beispiel wechseln des kompletten Vorderwagens oder so." -> da hast Du Deine Antwort Die Dreiecklenker sind im wesentlichen gleich, kannst die beliebig hin- und herbauen.
Deluxe

Beiträge: 14.007
Registriert am: 13.12.2001


Die frage ist an dieser Stelle, welcher Aufwand wirklich noch dem Nutzen entspricht.

Wechselst Du den kompletten Vorderwagen (was ja notwendig wäre), bleibt von dem 601er nur noch ein marginaler Rest. Und den mußt Du dann auch noch umstricken - für Tank, Abgasanlage usw. Am Ende hast Du nur für Dein Gewissen etwas "erhalten" - in Wirklichkeit aber ist dann ein 1.1er kaputt (zerschnitten für den Vorderwagen) und von Deinem 601er auch nicht mehr viel Nennenswertes übrig.

Grundsätzlich Mögliches muß nicht immer auch Sinnvolles sein. Und in diesem speziellen Falle denke ich, daß Du besser gleich einen 1.1er kaufst oder den Zweitakter sanierst. Das macht am Ende möglicherweise auch weniger Arbeit und kostet zudem weniger Geld, als das Hin- und Hergestricke, bei dem letztlich trotzdem zwei halbe Schrottautos übrigbleiben.

Und mal "schnell den Vorderwagen wechseln" ist ja auch nicht. Schon gar nicht ohne Kenntnisse im Karosseriebau und ohne die notwendigen Hilfsvorrichtungen sowie Werkzeuge.

[Bearbeitet von Deluxe (22-12-2007 - 19:17)]

Schorschdeluxe

Beiträge: 1.255
Registriert am: 21.03.2006


Wenn ich anmerken darf, es ist einfacher einen normalen 1.1er auf 601er Optik umzubauen.

Stoßstangen, Grill, Motorhaube sind einfach zu tauschen, den Tankstutzen auf der rechten seite hinten kann man auch gut nach Innen oder sonstwo hin verlegen.
Amaturenbrett ist zwar fummelei, aber auch ohne größere Umstände zu wechseln.

Übrig bleiben nur noch die anderen Felgen.

Entweder spezielle Adapter, Alus oder einfach Radkappen.

Wenn du am 601er gerne einen anderen, größeren Motor verbauen willst, würde ich dir den wassergekühlten 3 Zylinder 2 Takt Wartburgmotor mit 50 PS empfehlen.

Bei diesem muss man jedoch ein paar verstrebungen am Unterboden anbringen, evtl. im Fahrzeug, sowie neue Motorhalterungen bauen und die Abgasanlage etwas verändern.

Dies kann man jedoch auch nicht ohne gewisse Schweißererfahrungen bauen.

[Bearbeitet von Schorschdeluxe (25-12-2007 - 11:59)]

601_98

Beiträge: 7
Registriert am: 22.12.2007


Hallo, vielen Dank für die schnellen Antworten. Es wahr ja nur so eine Idee. Aber der letzte Beitrag mit dem Wartburgmotor ist schon keine schlechte Idee. Nur glaube ich nicht, daß dabei der TÜV mitspielt. Ist zur Zeit eh kein aktuelles Thema, denn ich habe auch so noch genügend andere Arbeit mit der Pappe, Bremsen, Rost, Vergaser und wahrscheinlich auch noch die Lenkung. Dabei möglichst alles noch fast zum Nulltarif, damit es sich auch noch ein wenig rechnet.
Gruß Peter
Chris601

Beiträge: 9.390
Registriert am: 19.11.1999


Große Motorpläne zum Nulltarif? Du musst noch viel lernen

Mach die Hütte erst mal gängig und HALBWEGS verkehrssicher. Und - so leid es mir tut, Bremsen werden auch ein paar Doppelmark kosten, wenn du sie machen willst. Und grade bei Verschleißteilen gilt beim Trabant in der aktuellen Marktlage:
Billig gekauft, doppelt gekauft!

Man kann bei Neulingen nur immer wieder betonen: Versuche, die 26PS halbwegs zu beherrschen auf der Gasse und einzuschätzen! Wenn du groß bist, kannst du dann immernoch über das Doppelte und Dreifache nachdenken!

Toni

Beiträge: 5.932
Registriert am: 23.10.2005


Also ich kann jetzt mit 7 Monaten 26PS-ErFAHRung nur sagen, dass die Leistung vollkommen ausreicht. Zum normalen mitschwimmen im Verkehr reichts locker.
Und an der Bremse sparen dürfte ungesund werden. Ich hab auch schon feststellen müssen, dass vor allem beim Trabant, dem wohl einzigen Fahrzeug mit ausgebauter Vorfahrt, eine gute Bremse wichtig ist!
honke

Beiträge: 24
Registriert am: 12.04.2006


warum ist eigentlich jeder gegen den umbau von 601 auf 1,1.wenn man sich nicht dumm anstellt und schweisspunkte aufbohren kann ist der umbau an einem we locker durch.wenn ich manche 1,1er sehe die sind gammelig an allen seiten. da ists mehr aufwand den zu flicken als auf 1,1er umzubauen.beide radschalen raus und an der spritzwand das profil aufschweissen 1,1er hilfsrahmen rein fertig.ich verweise auf´s PF suche "umbau 67"
magiceye04

Beiträge: 353
Registriert am: 18.11.2001


Gibts denn eigentlich keinen Motorradmotor in der gleichen Gewichts- und Größenklasse wie der originale 601er, den man ohne große Umbauten verwenden könnte? Mit aktueller Abgasanlage vielleicht sogar Umweltzonentauglich?
Elektromotor mit 12kW scheint ja relativ simpel einzubauen zu sein (da hat man nur das Problem mit den vielen Akkus und der wenigen Leistung).
heckman

Beiträge: 8.322
Registriert am: 06.02.2005


Da ich das mit dem E-Motor auch schonmal durchgespielt habe und Kontakte geknüpft hatte...
Die Lithium Akkus werden in nächster Zeit bezahlbarer, da braucht sich keiner mehr 300kg Bleibatterien in den Boden schrauben.
Dann kann man auch über stärkere Aggregate nachdenken, jenseits der 20KW liegen und kommt auf Radien von über 300km.
100km kosten dann rein energetisch etwa 1 Euro.
Das ist in meinen Augen die wahre Zukunft der Antriebstechnologie und ist erneuerbar.
Das ganze Tamtam um Wasserstoff und Gas ist Käse.

[Bearbeitet von heckman (29-12-2007 - 18:41)]

Reformator

Beiträge: 61
Registriert am: 25.10.2007


also das mit dem Elektromotor würde mich jetzt doch auch näher interessieren. Hast du Pläne sowas umzusetzen?
heckman

Beiträge: 8.322
Registriert am: 06.02.2005


Nein, vorerst nicht. Wie gesagt ist Kraftstoff noch bezahlbar aber die Lithiumbatterien eben noch nicht. Der Umbau ist relativ simpel. Man braucht nur ein altes Kurbelwellengehäuse, von dem man kurz hinter der Kupplungsglocke des Rest abtrennt. Daran wird der E.-Motor angeflanscht und die Schwungscheibe (erleichtert). Getriebe bleibt an Ort und Stelle.
Fahrpedal und Elektronik wird vom Stapler übernommen.
Noch 2 Heizelemente für die Heizung und das E.-Mobil ist fertig.
Auspuff, Tank und die Bordbatterie fliegen noch raus und schon hat man an der Spritzwand zusätzlichen Platz für Batterien.
Mit einem 20kw - Motor ist man schon um Längen flotter und elastischer als mit dem 19kw 2T, da die Drehmomentkurve beim E.-Motor um längen günstiger ist. Da macht man auch mal 2 schwarze Streifen auf den Asphalt, unzwar mit dem 2. Gang......
Deluxe

Beiträge: 14.007
Registriert am: 13.12.2001


Nur mit "Trabant fahren" hat es dann nichts mehr zu tun - bis auf die Hülle. Und irgendwie - ich weiß auch nicht recht - nur der Hülle wegen würde ich es nicht mehr so gern tun. Dann kanns auch jedes andere Auto sein...
magiceye04

Beiträge: 353
Registriert am: 18.11.2001


Ich bin von dieser Idee auch seit geraumer Zeit fasziniert. Als erstes hätte ich aber das Problem zu klären, wo ich den Strom herbekomme. Öffentliche Steckdosen an jeder Laterne, wie z.B. in London, sind mir als Mietwohnungs-Laternenparker bisher noch nicht begegnet.
Bleiakkus statt Rücksitzbank würde ich auch noch akzeptieren, dort ist hinter mir eh kein Platz mehr zum Sitzen. Nur wenn die genau so schnell hinüber sind, wie die normale Starterbatterie, wird das unterm Strich wieder ineffektiv und teuer.

Gerade weil der Trabant so schön leicht ist, ist er doch eigentlich gut dafür geeignet. Das wird mit anderen Kisten schon schwieriger.
Ich habe meinen Trabi hauptsächlich noch, weil ich darin groß geworden bin und weil es mein 1. Auto war, mit dem ich gefahren bin. Was für ein Motor da nun drin ist, ist mir ziemlich egal. Und ein 88er Baujhar ist ohnehin keine Rarität, die man unbedingt original halten müßte.
Vielleicht gibt es ja mit E-Motor auch nicht mehr die waghalsigen Überholmanöver, nur damit die Leute nicht mehr hinter einem Stinker herfahren müssen...

[Bearbeitet von magiceye04 (30-12-2007 - 14:40)]

Deluxe

Beiträge: 14.007
Registriert am: 13.12.2001


quote:
Und ein 88er Baujhar ist ohnehin keine Rarität, die man unbedingt original halten müßte.

Wie lange das wohl so noch Gültigkeit haben wird???

quote:
Vielleicht gibt es ja mit E-Motor auch nicht mehr die waghalsigen Überholmanöver, nur damit die Leute nicht mehr hinter einem Stinker herfahren müssen...

Ob das die Leute wohl überhaupt merken? Bisher überholen sie nur aufgrund des optischen Eindrucks "Trabant". Sonst würde man ja auf Landstraßen bei Tempo 110 im 1.1er mit Kat nicht überholt, oder?

Klar - allagstauglicher Elektrobetrieb wäre sicher schick, keine Frage. Aber das grundlegende Umrüsten? Nee - Trabant muß Trabant bleiben. Derzeit jedenfalls noch.

[Bearbeitet von Deluxe (30-12-2007 - 16:50)]

Schumi

Beiträge: 3.544
Registriert am: 08.11.2004


quote:
Klar - allagstauglicher Elektrobetrieb wäre sicher schick, keine Frage. Aber das grundlegende Umrüsten? Nee - Trabant muß Trabant bleiben. Derzeit jedenfalls noch.

Über kurz oder lang wird eine gewisse "Alltagstauglichkeit" für den Trabant sowieso nicht mehr wichtig sein. Früher oder später fahren eh nur noch originale bzw. aufwändig veränderte Liebhaberfahrzeuge mit Saison oder "H". In nen F8 oder nen 311er baut schließlich auch keiner mehr einen Elektromotor ein.

Aber ich bin da ohnehin etwas skeptisch. Immerhin, umweltfreundlich wäre es mit Sicherheit. Strom kommt ja nur aus der Steckdose

heckman

Beiträge: 8.322
Registriert am: 06.02.2005


Oder vom Solarpaneel.
Mit Sicherheit ist die benötigte KW-Menge trotzdem umweltfreundlicher als der Verbrenner.
Nur darum gehts mir garnicht. Mir geht es um eine günstige Alternative der Fortbewegung.
Mein Hobby (Trabant) ist da eine ganz andere Geschichte.

Ich würde mir jederzeit eine Karosse vom Schrott für solch einen Umbau holen. Auch in 20 Jahren. Oder besser dann erst recht.

Warum irgendwann teuer erkaufen, wenn man´s selber bauen kann und noch so schick?

Das wäre mein Art Tuning, aber wir schweifen ab

[Bearbeitet von heckman (30-12-2007 - 18:24)]

 

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