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Autor Thema: steuerabzocke
standard

Beiträge: 19.357
Registriert am: 26.01.2002


Dafür wurden aber die >wirklich< besser Verdienenden und die Wirtschaft in den letzten rund 10 Jahren um etliche Steuermilliarden entlastet - welche man sich eben bei der "breiten Masse" wieder reinzuholt...
Kjeld

Beiträge: 228
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Und welche Maßnahmen waren das ganz konkret?
das moss

Beiträge: 7.651
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die Firma BMW zahl hölle viel Steuern hier in D... genau wie andere AG auch...

und da ist noch mehr im Argen......

standard

Beiträge: 19.357
Registriert am: 26.01.2002


@ Kjeld: Z.B wurde (interessanterweise schon unter der SPD) der Spitzensteuersatz gekappt - was kaum im Interesse von Otto-Normalverdiener liegen dürfte...
Weiteres Stichwort: Unternehmenssteuereform.
Dazu kommt das (selbst für das Finanzamt wohl) kaum noch durchschaubare Dickicht an Steuerabsetz-, Abschreibungs- und sonstigen Steuersparmöglichkeiten (um das geflügelte Wort "Schlupflöcher" nicht zu benutzen...)
HIER liegt m.E. viel mehr im Argen...
Marlene

Beiträge: 1.083
Registriert am: 17.01.2007


Hallo,
der Spitzensteuersatz wurde vor allem deswegen gekappt, weil es nach der Rechtsprechung des Verfassungsgerichts nicht sein kann, daß jemand mehr als die Hälfte seines erzielten Einkommens als Steuern abführen muß. Nimmt man den heutigen Spitzensatz von 45% und haut noch den Soli von, glaub, 4,5% dazu, sind wir schon fast bei der Hälfte. Wo bleibt denn der Anreiz, viel Kohle zu machen, wenn man mit weniger Einsatz infolge geringerer Steuern das Gleiche rausbekommt? DAS aber schadet der gesamten Wirtschaft und damit auch uns, die wir von ihr leben (müssen). Kein Mensch ist so blöd und investiert noch was, wenn er vom Gewinn mehr als die Hälfte abführen muß. Und abschließend: Die "oberen" 10% der Einkommensbezieher tragen 50% des gesamten Steueraufkommens. Obs uns paßt oder nicht, da ist nichts mehr zu holen; der Staat muß endlich wirtschaftlicher arbeiten, nur so wird es uns allen, ob Einkommensmillionär oder Durchschnittsverdiener, am Ende besser gehen. Wir zahlen aber die Zeche für jahrzehntelange Mißwirtschaft in beiden deutschen Staaten und drücken kräftig Zinsen aus Altschulden ab.
Gruß,
Marlene
Wurstblinker

Beiträge: 613
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Ich möchte bezweifeln, dass "Einsatz" und "Einkommen" in irgendeinem kausalen Zusammenhang stehen...

Es ist schon wirklich eine Schande, wenn von 2 Mio € Einkommen, nach Steuern nur 1 Mio € übrig bleiben. Damit ist nun wirklich kein Auskommen.

Kjeld

Beiträge: 228
Registriert am: 09.12.2002


Kühl und rechnerisch betrachtet sin 50% gleich 50%, egal welche Summe. Also ist das Rechenbeispiel 2Millionen - 1Million gleichzusetzen mit 1500 - 750. Im letzteren Fall gibt es die große Empörung. Im ersten wird die Empörung als Jammern auf hohem Niveau abgetan.
Zum Zusammenhang Einsatz" und "Einkommen: Das heißt also, jeder, der 2Millionen Einkommen erhält , bekommt die ungerechtfertigt und nicht wegen seines Einsatzes? Und jeder der 1500€ bekommt, ist auf alle Fälle sein Geld wert, egal ob er engagiert oder ein Sesselfurzer ist, der Freitags 13.00Uhr generell nicht mehr anzutreffen ist???

Natürlich ist ein Anstieg des Steuersatzes mit dem Einkommen sinnvoll. Inwiefern dies jedoch ermutigt, hier noch irgendwas zu investieren, ist fraglich.

[Bearbeitet von Kjeld (29-05-2008 - 13:22)]

Zoni

Beiträge: 3.538
Registriert am: 15.11.1999


@kjeld:

Du vergisst etwas wesentliches:

Im grundgesetzt steht "Eigentum verpflichtet"

Sprich, wer viel hat sollte sich auch staerker engagieren.

Marlene

Beiträge: 1.083
Registriert am: 17.01.2007


Naja, so ungefähr stehts drin Und mit dem progressiven Steuersatz nutzt das "Eigentum" ja auch überproportional. Aber überlegt doch mal: Wenn ich ne Million hab: Dann kann ich die ins Kopfkissen stecken und sie verfressen. Das reicht ne Weile. Nutzt aber fast niemandem. Oder ich kauf ne bankrotte Firma, sanier die, rödele rum, stelle Leute ein. Irgendwann wirft die ordentlich Gewinn ab, nur von dem krieg ich 50 - 60 - 70 % oder wo wollt Ihr schlußmachen? abgenommen. Da bin ich doch der Depp, also nehm ich meine Mio und verfresse sie ab nem bestimmten Steuersatz. Oder investiere sie auf den Antillen oder weiß der Geier. Jedenfalls da, wo sie der Fiskus nicht mehr findet (Liechtenstein fällt ja jetzt aus) Also ist es doch wohl so, daß, solange wir die Marktwirtschaft haben (und was anderes, das funktioniert, gabs ja offensichtlich noch nicht, denn sonst existierte der "real nicht mehr existierende Sozialismus" ja noch) wir darauf achten müssen, daß die Leistungsanreize nicht verschütt gehen. Auch wenn das super ungerecht ist, daß ich die Million nicht hab und deswegen auch keine Firma. Also muß man ein vernünftiges Maß an Umverteilung finden, das genug Geld für die Schwachen bringt, aber auch den Starken genug läßt, damit die ihre Finanzkraft in unseren Dienst stellen. Und daher ist der beste Staat der, der seine Aufgaben effektiv erfüllt, denn der kommt mit wenig Steuern aus.
Gruß,
Marlene
Wurstblinker

Beiträge: 613
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@zoni: Genau so ist es.

@kjeld: Von 1500€ sind es eben nicht 750€, gerade das soll ja die Steuerprogression verhindern.

Außerdem hast Du mich missverstanden, ich schrieb ja, dass es keinen! Zusammenhang zw. "Einsatz" und "Einkommen" gibt.

pwb601

Beiträge: 3.903
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Seid doch mal ehrlich. Beinahe jeder, der 2 Millionen erwirtschaften kann, tut das so, daß davon möglichst viel übrig bleibt. Wenn ich so reich wäre, und ich quasi die freie Wahl habe zwischen "eine Million Steuern zahlen" oder "500.000 Steuern zahlen" (fiktive Zahl), dann zahl ich weniger. Und das ohne jede Form von schlechtem Gewissen. Ist doch mein Geld und mein Verdienst, und dazu hat *der Staat* nichts beigetragen, also warum soll er die Hälfte bekommen??

Als ob die Menschen von Natur aus barmherzige Samariter wären ... von daher hab ich vollstes Verständnis für jeden, der sein Geld eben woanders anlegt als bei uns. Von daher unterschreib ich @Kjeld und @Marlene zu 100%. Moral funktioniert nicht bei Geld, steuerliceh Anreize dagegen schon.

standard

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Registriert am: 26.01.2002


Ist schon klar - der Spitzenverdiener erarbeitet sein Salair ja auch im luftleeren Raum...
Will meinen: er nutzt nicht die (vom ach so bösen Staat geschaffene) Infrastruktur, er hat nicht das (einstmals offenbar effektivere) Bildungssystem incl. Studium genutzt um dahin zu kommen, wo er jetzt (gut verdienend) ist..., all die direkten und versteckten Subventionen nutzt er natürlich auch nicht...
Es ist immer wieder erstaunlich bis erschreckend, wie sehr sich dieses neoliberale Gelabere á la Gerhard, Westerwelle & Co schon bis in die "unteren" Bevölkerungsschichten festgesetzt hat.
"Leistung muß sich wieder lohnen!" - klar muß sie das! - Aber eben auch für den kleinen Hansel, der zu einem nicht unerheblichen Teil schon gezwungen ist, zu seinem mies bezahlten Vollzeitjob auch noch Stütze vom Staat zu kassieren - nur, um halbwegs über die Runden zu kommen!
Hauptsache, wir haben Mitleid mit den ach so geschröpften Millionären (die eh zu sicher über 90% in den gewissen Ländern ihre dunkelbunten Konten haben - an jeder Steuer vorbei... ).
Früher haben diese Leute mitunter noch soetwas wie "soziale Verantwortung" getragen - für ihre Arbeiter und Angestellten, für ihre Stadt, das Dorf - wo auch immer. Heute zählt nur noch Kohle - und hier ist mittlerweile in den Vorstandsetagen beinahe jedes Maß verloren gegangen...
Obelix

Beiträge: 653
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Ganz schön viel durcheinander...

"Kein Mensch ist so blöd und investiert noch was, wenn er vom Gewinn mehr als die Hälfte abführen muß."
Hier werden Einkommenssteuer (Angestellte) und die Besteuerung von Kapitaleinkommen (Spekulanten)durcheinandergebracht.
Unbeachtet: Es zählt nicht, was auf dem Papier steht. Leute mit Spitzensteuersatz haben wesentlich mehr Sparmöglichkeiten als Leute mit Eingangssteuersatz. Oder bekommt ein Hilfsarbeiter am Fließband etwa ein Arbeitszimmer anerkannt?

"Die "oberen" 10% der Einkommensbezieher tragen 50% des gesamten Steueraufkommens."
Das ist eine uralte Legende.
http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/14068SozialeGerechtigkeit.html

Marlene:
Die "Starken" werden niemals, unter keinen Bedingungen(!), ihre Finanzkraft der Gesellschaft zur Verfügung stellen.
Die Gesellschaft erzwingt Abgaben oder geht leer aus.
Jede Investition verfolgt nur ein einziges Ziel: Profit. Und der entsteht erst, wenn das Geld der Investition wieder zurückgeflossen ist und aus dem erworbenen Eigentum zusätzliches Geld kommt.
Beim ersten Euro Profit hat sich das private Vermögen des "Investors" bereits verdoppelt.


http://www.jjahnke.net/steuern.html

Das Problem sind nicht die Steuern, sondern deren ungleiche Erhebung zu Gunsten der Reichen. Denn die können es sich leisten, so laut zu jammern und zu barmen, bis sie mit neuen Steuersenkungen ruhiggestellt werden.
Bis heute gibt es keinerlei Beweise dafür, dass die Kapitalbesteuerung in Deutschland "zu hoch" ist.

Nochwas: Spitzenverdiener können nur deshalb einen Teil ihres Einkommens im Ausland verstecken, weil die Einkommenssteuer im Unterschied zur Lohnsteuer nicht automatisch erhoben wird beim "Arbeitgeber".

pwb601

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@Standard, Soziale Verantwortung a la Krupp oder Borsig hat aber nur funktioniert, weil trotzdem sehr viel vom Umsatz als Gewinn übrig geblieben ist. Klar, in einer Fabrikgesellschaft, in der 14-Stunden-Tage und 6-Tage-Wochen die Regel sind, wo es kein Krankengeld gibt, keinen Urlaub, keinen Kündigungsschutz, kein gar nichts, und in der tausende Arbeiter, die vor dem Tor warten, für 10 Pfg. weniger pro Woche arbeiten wollen als die Leute drinnen - da kann man Werkswohnungen bauen, soziale Gerechtigkeite einführen UND noch gut verdienen. Die Verantwortung für die eigenen Arbeiter war ganz bestimmt auch moralisch geprägt, keine Frage. Aber er war eben auch relativ günstig finanzierbar. Heute fehlt erstens der moralische Anreiz, denn jemand, der mal keine Arbeit hat, lebt im Vergleich zur Krupp'schen Zeit verdammt gut. Der zweite moralische Aspekt, der Leute wie Krupp animiert hat, fehlt auch. Kein Unternehmer kommt heute noch von relativ unten an die Weltspitze in zwei Generationen, und hat so noch eine gewisser Erinnerung daran, wie es ist, drei Klassen unter dem jetzigen Stand zu leben - das Gefühl für die Arbeiter fehlt eben, darüber hinaus ja auch, weil es keinen Firmenchef mehr gibt, keine Firmendynastie, sondern gesichtslose Aufsichtsräte, Aktiengesellschaften, aber niemanden, mit dem man eine Firma identifizieren kann. Thyssen-Krupp, wer ist das denn heute???

Es ist m.E. nach weniger "Neoliberales Gelabere" als ganz einfach die Realität, daß gerade heute jeder aus der gegebenen Situation das beste rausholen will. Egal, ob jemand den Staat um 20 Euro Stütze besch***t oder ob der Unternehmer ne Million Steuern spart, weil er im Ausland Geld bunkert - das Prinzip ist doch das gleiche ... klar ist das moralisch verwerflich, aber ich bleib dabei, daß im Alltagsleben das Geld die Moral in den meisten Fällen schlägt

Deluxe

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Was man ja aber nicht zwingend gut finden muß, auch wenns so Tagesrealität ist.

Der Traum von einer sozial gerechten, eben sozialistischen Gesellschaftsordnung ist zwar hierzulande verpönt, aber zum Glück (noch?) erlaubt.

Und es komme keiner mit "Das ist doch schonmal schiefgegangen"...der Pseudosizialismus Marke UdSSR, der im Ergebnis des 2. Weltkriegs von oben aufdiktiert wurde (womit schon der Grundsatztheorie widersprochen wäre) und der außerdem in einem der rückständigsten Agrarländer dieser Welt Premiere feierte (schon zum 2. Mal gegen die Theorie verstoßen - die besagt nämlich, daß die Revolution zuerst in den hochentwickelten Ländern ausbricht), war eben nur die Verpackung für den UdSSR-Imperialismus.

Heute haben wir die "Demokratie" und die wird genauso verwendet...als Verpackung für den US-Imperialismus und die Wirtschaftsglobalisierung. Irgendwann sind wir aber mal 'rum um die Kugel...und mal sehen, was dann passiert...

Obelix

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Registriert am: 29.09.2004


pwb601
Werkswohnungen sind keine Sozialleistung, sondern einfach nur Sklaverei.
Sie dienen dazu, den Arbeiter nicht nur vom Lohn, sondern auch vom Obdach abhängig zu machen.
Ungehorsam bringt damit nicht nur Armut, sondern auch Obdachlosigkeit.
Die Mieten sind dem eigenen Lohnniveau angepasst: Von diesem Lohn bekommt man nunmal woanders keine "unabhängige" Wohnung zum gleichen Preis oder billiger.

Besonders beliebt waren "Arbeiterwohnviertel" in Zeiten des Aufschwunges. So konnte man "seine" Arbeiter binden und ihren Wechsel zu einem besseren Arbeitgeber verhindern.
In der Krise folgte dann mit der Entlassung auch die Kündigung der Wohnung. Schließlich gehörte man nicht mehr zur Firma.

Deluxe

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Und das Proletariat, was man vorher erfolgreich von Bildung fern gehalten hat, war sogar noch glücklich über Häuschen, Gärtchen, Radieschen...

Ist heute wieder ganz genauso. Zuerst eine jahrzehntelange Bildungsmisere und dann für jeden Almosen dankbare Analphabeten...

pwb601

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Spielt auch da mit rein, keine Frage. Der soziale Aspekt dahinter war aber tatsächlich gegeben, da gibts Dutzende Studien und Untersuchungen zu, das kommt nicht aus dem luftleeren Raum. Das ist ja gerade das Faszinierende an der Sache, wie man - früher wenigstens - beide Aspekte sinnvoll miteinander kombinieren konnte. Hauptaugenmerk bei den Wohnungen war zwar die Bindung des Arbeitrs, aber nicht um ihn ruhigzustellen, sondern um ihn in Nähe der Firma zu haben, in einem gesicherten sozialen Umfeld - das macht einen produktiven Arbeiter. Nebenbei, und das dürfte den ollen Krupp sogar noch mehr interessiert haben, gründen zufriedene Mitarbeiter keine Gewerkschaft und wählen nicht die SPD (beides waren Kündigungsgründe für Kruppianer ... ) - brauchten sie aber auch nicht, weil Krupp das Sozialprogramm der SPD eben teils vorweggenommen hat. Nur ohne dabei politischen Zündstoff zu liefern.

Sozialer Ungehorsam oder Angst vor Wohunungsverlust bei Fehlverhalten auf Arbeit brauchte es übrigens gar nicht geben: wer bei Krupp, um dabei zu bleiben, gearbeitet und in seinen Wohnungen gewohnt hat, der hat gewählt, was Krupp gewählt hat, der hat getan, was Krupp gesagt hat. Der Mann war - wie die meisten Industriellen seiner Ära - eine Autorität, die großen Einfluß auch aufs Privatleben hatte. Man war Kruppianer und stolz drauf. Offenen Druck von oben gabs wenig, das wurde relativ "sozialverträglich" indirekt gemacht.

standard

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"Wess Brot ich ess, des Lied ich sing"...

Aber heutzutage - weiter oben wurde es schon richtig gesagt - weiß man eben oft gar nicht mehr wirklich, "wessen Brot man isst". Es ist alles unpersönlich, steril und rein profitorientiert geworden, die früher (mehr oder minder ) vorhandene soziale Verantwortung seinen Angestellten, der Stadt oder der Region gg.über ist weitestgehend abhanden gekommen, leider.
Die sogen. "Spitzenmanager" (oft genug aber eben auch "Nieten in Nadelstreifen") fühlen sich zumeist nur noch den Aktionären, nicht mehr ihren Angestellten gegenüber verantwortlich. - Und sie sind fix austauschbar (was wiederum - wie man in den letzten Jahren oft "bestaunen" durfte - nicht selten mit exorbitanten [wenn nicht schon fast "sittenwiedrigen" ] Abfindungen einhergeht. Gleichzeitig sind ggf. die Leute an der Basis, welche die Fehlentscheidungen des besagten Managers in Schwierigkeiten - schlimmstenfalls um den Job - gebracht haben,
ganz einfach angesch.....

[Bearbeitet von standard (31-05-2008 - 19:58)]

trabi0815

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hallo ich bin wessi warum sieht man das als eine art schimpfwort oder wie soll ich das verstehen was ich hier so gelesen habe ist sehr aufschlußreich gewesen danke gruß
das moss

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ich würde gern 3 Sachen anmerken:

-auch für Teilnehmer aus den 10 neuen Bundeländern wempfhielt sich eine Rechtschreibung (gern auch mit Interpunktion)
-haben die Ossis den Kapitalismus mit samt seinen segensreichen Einrichtungen nicht selbst eingeführt
-soll wie immer jeder nach seiner Facon glücklich werden.....

magiceye04

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Du meintest wohl eher die gebrauchten Bundesländer, oder?

Wieso soll Wessi ein Schimpfwort sein?
Unsere Kollegen, die vor einigen Jahren als Wirtschaftsflüchtlinge in den Osten gekommen sind, nachdem im Westen keine Arbeit mehr für sie da war, fühlen sich jedenfalls nicht dadurch beschimpft. Vielleicht sind sie ja auch schon längst erfolgreich ossimiliert worden

[Bearbeitet von magiceye04 (20-06-2008 - 18:40)]

heckman

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Ossis waren vor der Wende was ganz anderes, nämlich die Ostfriesen. Die heißen nun nicht mehr Ossis
Marlene

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@Moss: Ach, dann haben wir wohl den Kapitalismus bei Euch eingeführt? Dann schau Dir mal das Ergebnis der Volkskammerwahl vom März 1990 an. http://www.wahlrecht.de/ergebnisse/volkskammerwahl-1990.htm
CDU und DSU haben zusammen 47,1% Und erzähl mir nicht, das wären alles heimlich eingereiste Wessis gewesen, die da gewählt haben. Ohne die Wiedervereinigung hätte 1991 im Westen die SPD gewonnen und Oskar wäre Kanzler geworden und müßte jetzt nicht in einer Splitterpartei um seine Rente bangen So gesehen haben die Ossis die Einführung des Sozialismus in der BRD verhindert Aber was solls, auch beim Wählen ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Gruß,
Marlene
pwb601

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Auch 1990 gab es im Grunde keine Wahl bei der Wahl, sozusagen Das gleiche wie heute: du kannst das Kreuz machen, wo immer du willst. Es ist völlig egal. Unterm Strich bleibt das System nämlich immer das gleiche, die Steuern gehen immer weiter rauf, die da oben werden immer reicher und zu sagen hat man genauso wenig wie vorher. Im Grunde bräuche man gar nicht wählen gehen, sondern könnte einen Zufallsgenerator hinstellen und entscheiden lassen. Das Ergebnis wäre absolut das gleiche.

"Wann lernen die Leute das endlich, Demokratie funktioniert einfach nicht" (Homer Simpson)

standard

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"Wenn wählen wirklich etwas ändern würde, wäre es längst verboten!"
(ein unbek. deutscher Journalist - in den 20er Jahren gesagt - bis heute aktuell).
magiceye04

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Achja, die Wahlen.
Dresden hat nun tatsächlich eine OBin, die gerade mal 20% der Wahlberechtigten gewählt haben...

[Bearbeitet von magiceye04 (24-06-2008 - 07:37)]

Schumi

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Durchaus legitim. Wer nicht zur Wahl geht, überlässt die Entscheidung absichtlich denen, die gehen.
POSTKUGEL

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Und was ist daran Schlimm? Ich habe als Dresdner am letzten und vorletzten WE ganz bewusst nicht gewaehlt. Weil ich die Damen und Herren mit ihren markigen Spruechen ueberhaupt nicht kenne. Woher auch?

Leider gab es auf den Wahlzetteln keine Moeglichkeit "bessere Kanditaten suchen" anzukreuzen. Soll ich etwa in's Wahllokal gehen und alle durchstreichen? Dann ist der Stimmzettel ungueltig. Somit kann ich mir Weg+Zeit auch sparen.

Aber einen entscheidenten Vorteil hat das Nichtwaehlen trotzdem: An die Damen und Herren wird fuer jede nichtabgegebene Stimme auch keine Wahlkostenbeihilfe ausgezahlt. Denn fuer die duemmlichen Plakate, mit denen hier die Stadt zugeklebt wurde, verdient es keine finanzielle Unterstuetzung aus dem Staatshaushalt!

Und wenn ich mir so ueberlege, das fast 80% der Dresdner so agiert haben -> fuer das Geld kann man so einige Schlagloecher stopfen! Oder eine Waldschloesschenbrueck finanzieren oder..., oder...

pwb601

Beiträge: 3.903
Registriert am: 07.10.2001


@Postkugel: "bessere Kandidaten suchen", sehr schön Ich glaub, ich geh zur nächsten Wahl hier und schreib genau das auf den Zettel
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