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Autor Thema: Motoreninstandsetzung, Schritt für Schritt
Hegautrabi

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Ich wage mich mal dran.

Beginnen möchte ich mit dem Zusammenbau, einen Motor zum Zerlegen habe ich gerade nicht zur Hand. Das wird dann nachgereicht.

Montage des Kurbeltriebes.

Das Gehäuseoberteil spanne ich an der Lüfterkonole überkopf in den Schraubstock.

Ein solcher Halter zum Spannen ist aber auch schnell gebaut:

Die Dichtflächen und die Lagergasse müssen absolut sauber und eben sein. Wird ein Gehäuse vewendet bei dem die Bohrung für den Haltestift der Mittelabdichtung fehlt, dann muss dieses nachgearbeitet werden. Dazu in der Mitte der Fläche ein Loch mit Durchmesser 5mm und etwa 5,5mm Tiefe bohren und etwas ansenken. Fehlen auch die Taschen (auf dem Bild am rechten Rand des Lagersitzes) für die Stifte der Aussenringe der Mittellager dann werden hier vergaserseitig 2 kleine Schrägen angefeilt welche lang genug sind um die Stifte aufzunehmen.

[Bearbeitet von Hegautrabi (11-01-2014 - 16:42)]

Hegautrabi

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Vorbereiten der Kurbelwelle.

Nach dem Auspacken der Welle muss die Vollzähligkeit der Wälzkörper (Nadeln) im Pleuelfußlager kontrolliert werden. Hie soll es bei Wellen aus DDR-Bestand schon welche gegeben habe die nicht vollständig waren. So sehen die 2-reihigen Originallager aus:

Die hier verbaute Welle hat aber dort INA-Lager mit ungeteilten Wälzkörpern. Siehe weiter unten.

Aktuell regenerierte Wellen haben riemenscheibenseitig eine Kolbenringabdichtung. Diese wird zerlegt und die 2 Kolbenringe so positioniert daß die Stöße sich um 180° gegenüber stehen. Dabei wird auch gleich das Stoßmaß der Kolbenringe geprüft, das muss fast null sein. Dazu muss der Positionsstift aus dem Wellenstumpf entfernt werden.

Anschliessend alle Teile wieder richtungsgleich aufstecken.

[Bearbeitet von Hegautrabi (12-01-2014 - 13:10)]

Hegautrabi

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Die Riemenscheibe aufstecken, an dieser muss die Nut in der Bohrung unversehrt sein. War die Riemenscheibe an einem Motor mit Simmerringabdichtung verbaut dann muss der Bund welcher zur Welle zeigt um 2mm plan abgedreht werden.

Ein neues Sicherungsblech auflegen und die Mutter so ansetzen daß sie mit dem Bund um das Gewinde herum zur Kurbelwelle zeigt. Die etwas abstehenden Ecken des Sechskantes zeigen dabei nach aussen.

[Bearbeitet von Hegautrabi (11-01-2014 - 13:16)]

Hegautrabi

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Nun wird an den Gehäusedichtflächen die Dichtmasse aufgetragen, ich verwende Hylomar und das muss nach beidseitigem, dünnem Aufrag ein paar Minuten ablüften.

Den Bereich in dem die Mitteldichtung sitzt benetze ich mit etwas Konstruktionskleber, die übrigen Lager werden nicht eingeklebt! Wer will, kann den Aussenring des riemenscheibenseitigen Zylinderrollenlagers einkleben, hier werden keine axialen Kräfte übertragen.
Erklärung dazu: von Barkas ist das Lager hinter der Schwungscheibe als einziges als Festlager deklariert, alle anderen Lager müssen sich bei der unterschiedlichen Längendehnung von Alugehäuse und Stahlwelle im Gehäuse axial bewegen können. Daher haben sie auch eine ziemlich lockere Passung im Gehäuse welche die kleinen Stifte bedingt damit sich die Aussenringe nicht mitdrehen können.
Bei den Aussenringen der früheren Zylinderrollenlagern war das unkritisch, die wurden auch mit der Mittelabdichtung per Ausgleichscheiben zu einem Paket verbunden. Die Rillenkugellager sind aber gegen axiale Kräfte sehr empfindlich, daher wurde auch die neue Mittelabdichtung eingesetzt die von den Lageraussenringen unabhängig ist.

[Bearbeitet von Hegautrabi (11-01-2014 - 15:44)]

Hegautrabi

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Jetzt wird die Kurbelwelle eingesetzt, mit dem Stift der Mittelabdichtung nach unten, die kleinen Stifte der Lageraussenringe zeigen erstmal nach oben und werden dann in die Taschen verdreht.

Die Einlassdrehschieber werden gereinigt und auf Planheit kontrolliert. Sie besitzen an einer Ecke am Innendurchmesser eine Schräge, diese zeigt immer in Drehrichtung!
Wenn man von der Riemenscheibe her auf die Welle guckt dann dreht sie sich im Uhrzeigersinn. Also rechtsherum.

[Bearbeitet von Hegautrabi (11-01-2014 - 14:57)]

Hegautrabi

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An den Drehschiebern wird die am Gehäuse in Drehrichtung führende Kante gebrochen, bei Nachbauteilen ist es ggf. nötig alle Konturen zu entraten! Das schont die Drehschieberflächen des Gehäuses entscheidend.

Zuerst eine Druckfeder in die, in Drehrichtung führende, Bohrung der Wange einsetzen und den Drehschieber vorsichtig auf den dazugehörenden Stift aufsetzen.

Nun die 2. Feder in die andere Bohrung setzen und unter vorsichtigem Drehen der Welle den Drehschieber mit dem 2. Loch auf den 2. Stift setzen. Dabei darf nicht mit Kraft gedrückt werden weil die originalen Schieber aus sehr weichem Blech bestehen und schnell nicht mehr plan sind. Anderenfalls nochmal ausbauen und nachrichten!

Der 2. Drehschieber wird dem analog eingesetzt, wieder mit dem führenden Stift beginnen, andersherum funktioniert das so nicht.

Allternativ kann man die Drehschieber auch schon vor dem Einsetzen der Welle ins Gehäuse auf der Welle positionieren und sie mit 2 zwischengesteckten Schraubendrehern gegen die Wange drücken.

[Bearbeitet von Hegautrabi (12-01-2014 - 12:27)]

Hegautrabi

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Wenn alles richtig positioniert ist kann jetzt das Unterteil aufgesetzt und verschraubt werden.

Alle Schrauben am Gewinde mit etwas Öl benetzen.

Diese 2 Schrauben sind 40mm lang, die übrigen M8 haben 35mm Länge.

Die Schrauben M10 mit 35Nm und die M8 mit 20Nm über Kreuz anziehen.

Deluxe

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Das sieht schon wieder sehr appetitlich aus, hier...

Tip für diejenigen, die das zum ersten Mal machen:
Dichtmasse erst auf die Gehäusehälften streichen, wenn die Welle komplett mit Schiebern im Gehäuseoberteil drin sitzt.

Erfahrungsgemäß dauert's bei den ersten Versuchen der Motormontage deutlich länger mit Drehschiebereinbau & Co., als die Ablüftzeit von Hylomar hergibt.

Hegautrabi

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Hinter der Schwungscheibe werden 2 Druckscheiben eingesetzt.

Dabei berühren sie sich an den Innendurchmessern so daß sinngemäß ein X entsteht.

Den Druckring mit einer Dichtung versehen, beide Varianten sind richtig.

Druckring anschrauben und die Wellscheibe auf den Kurbellwellenstumpf aufsetzen. Auf dem Druckring ist ein "O" für "oben" angebracht, darauf kann man sich aber nicht immer verlassen.

Welchen Ring man braucht hängt von der verwendeten Schwungscheibe ab. Mit Kolbenringabdichtung wird der linke Ring benötigt, er hat einen komplett zylindrischen Innendurchmesser. Bei einer Simmerringabdichtung muss der rechte Ring, hier noch ohne den Wellendichtring, benutzt werden. Er besitzt einen Anschlagbund innen.

Der Wellendichtring D55x70x8 wird wie gezeigt eingesetzt, dabei zum Einschlagen den alten Ring zwischenlegen. Beim Einbau die Dichtlippe leicht einfetten.

[Bearbeitet von Hegautrabi (11-01-2014 - 15:14)]

Hegautrabi

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Auch bei der Schwungscheibe werden die Kolbenringe so positioniert daß die Stöße genau gegenüberliegend sind und dann mit etwas Motorenöl benetzt.

Die Schwungscheibe aufsetzen und ein neues Sicherungsblech sowie die Mutter ansetzen. Bei der Mutter muss der schmale Bund von der Welle weg zeigen!

[Bearbeitet von Hegautrabi (11-01-2014 - 14:52)]

Hegautrabi

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Schwungscheibengegenhalter anbringen, die Schwungscheibenmutter mit 100Nm und die Mutter an der Riemenscheibe mit 45Nm anziehen. Beide Sicherungsbleche umlegen.

Wenn beim Zerlegen des Motors die Verschlußscheiben aus der Schwungscheibe entfernt wurden, werden jetzt neue eingesetzt und mittig verstemmt.

[Bearbeitet von Hegautrabi (12-01-2014 - 12:33)]

Hegautrabi

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Jetzt kann das Gehäuse ausgespannt und in Einbaulage auf die Werkbank gelegt werden. An die Drehschieberflächen des Gehäuses und an die unteren Pleuellager wird nun ein ordentlicher Schluck Motorenöl gegeben, beim anschliessenden Durchdrehen der Welle (an den Pleueln halten) dürfen keine Schleifgeräusche mehr zu hören ein und die Schieber müssen plan am Gehäuse anliegen.

AV P601 deluxe

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Für Anfänger würde ich bei der Montage des Kurbelwellengehäuseunterteils sogar vorschlagen dieses ohne Dichtmasse probe zu montieren. Schauen ob alles richtig sitzt und passt und dann noch mal zu öffnen und ein zu dichten. Beim ersten mal kann es schon mal vor kommen das man sich, durch die Drehschieber, mit der Handhabung schwer tut.

Ansonsten erst mal weiter machen, Das wird garantiert wieder eine sehr gute Anleitung hier .

[Bearbeitet von AV P601 deluxe (11-01-2014 - 14:42)]

Hegautrabi

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Das halte ich auch für besser denn bei eingesetzter Welle schmiert man schnell die Dichtmasse an Lager und Welle wo sie nicht hingehört und man kommt auch nicht so gut bis an den inneren Rand des Gehäuses.

[Bearbeitet von Hegautrabi (11-01-2014 - 16:43)]

Hegautrabi

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Auswinkeln der Pleuele

Die Nadellager entfernen und sie so hinlegen daß sichergestellt ist daß sie wieder genau da eingebaut werden wo sie in der angelieferten Welle waren. Sie wurden beim Zusammenbau der Welle genau zugeordnet.

Hierzu benutze ich einen Haarwinkel der auf die absolut saubere und ebene Fläche zwischen den Zylindern gestellt wird. Nun schiebe ich ihn seitlich gegen das obere Auge. Das Pleuel hat ein gewisses seitliches Spiel, ich kann es also hin- und herkippen. Mit dem Haarwinkel kontrolliere ich ob in beiden Endlage der gleiche Lichtspalt zum Pleuelauge sichtbar ist. Also einmal oben und einmal unten an der seitlichen Fläche des Auges.

Ist das nicht der Fall dann kann das Pleuel vorsichtig etwas nachgebogen werden. Um das untere Lager nicht zu beschädigen muss ein Stück Hartholz oder Kunststoff zwischen Gehäuse und Pleuel gelegt werden. Aber Achtung, dazu braucht man nicht viel Kraft!

[Bearbeitet von Hegautrabi (11-01-2014 - 23:17)]

Hegautrabi

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Montage der Kolben.

Die Kolben müssen sauber sein und die Ringe sollen sich frei in den Nuten drehen können. Einige Kolbenringe sind sogenannte Minutenringe, diese haben eine Kennzeichnung.

Diese Markierung ist immer links vom Stoß zu finden und muss am Kolben nach oben zeigen. Ist keine vorhanden dann kann der Ring beliebig montiert werden. Zum Abnehmen und Aufsetzen der Ringe eine Kolbenringzange verwenden.

Nun werden die Ringe einzeln waagerecht in den Zylinder eingesetzt und das Stoßmaß, also die verbleibende Lücke, mittels Fühlerlehre kontrolliert. Dieses sollte mindestens 0,25mm sein, sind die Ringe zu eng dann können sie vorsichtig nachgefeilt werden, ist das Maß zu groß dann hilft nur ein Austausch. Für bereits gelaufene Kolbenringe gilt als Verschleißmaß 0,35mm.

[Bearbeitet von Hegautrabi (12-01-2014 - 09:42)]

Hegautrabi

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Die Nadellager werden in Motorenöl getaucht und in die richtigen Pleuelaugen eingesetzt.

Nun mache ich einige Spritzer Bremsenreiniger in den umgedrehten Kolben und zünde diesen an. Dadurch wird dieser schonend und gleichmässig erwärmt und der Kolbenbolzen flutscht leicht rein.

Der Kolbenbolzen wird auf den Zentrierdorn gesteckt, der Kolben mit dem Pfeil in Richtung Vergaserflansch auf das Pleuel gesteckt und der Zentrierdorn mit dem Bolzen hintendran durch die Kolbenbolzenaugen geschoben.

Das muss ohne viel Kraft geschehen da sonst das vorher ausgewinkelte Pleuel wieder verbogen wird. Geht der Bolzen trotz Erwärmung noch schwer rein dann muss der Bolzendrücker verwendet werden. Damit presse ich ihn ein ohne das Pleuel zu belasten.

Zum Einsetzen der Sicherungsringe den Kurbeltrieb vorsichtshalber abdecken.

[Bearbeitet von Hegautrabi (11-01-2014 - 17:47)]

standard

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Lecker geschriebene und fotografierte Anleitung - anders war´s ja von dem Autor auch nicht zu erwarten...

Originale DDR-Teilschaftkolben besitzen schwimmend gelagerte Kolbenbolzen, was die Montage/ggf. Demontage entsprechend erleichtert.
Noch eine Anmerkung zum Thema Kolbenringabdichtung/riemenseitig: bitte bei aktueller Ware unbedingt bei der beschriebenen Zerlegung/Kontrolle/Wiedermontage auf das Stoßmaß der Kolbenringe achten! Ich habe mich da neulich schön ange...teert, als am (fast) fertig zus.gebauten Motor deutlich Abblasgeräusche beim Durchdrehen zu hören waren, die eindeutig von der KR-Abdichtung riemenseitig kamen. Nach (nochmaliger ) Zerlegung des Motors stellte ich an der neuen/zur aktuell reg. K.Welle gehörenden Abdichtung ein Kolbenringstoßmaß von reichlich 1 mm fest - an beiden Ringen! Mehrere Gebraucht-Abdichtungen besaßen hingegen ein nur Stoßmaß irgendwo gegen Null - und waren dementsprechend dicht(er) (100%ig dicht sind diese Abdichtungen bekanntlich ja nicht).
Jedenfalls war´s sehr ärgerlich und ich hatte das so auch noch nie. Allerdings hatte ich bis dahin auch nur orig. DDR-Ware verarbeitet...

Beppo

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Mensch Hegau! Das ist ja wieder mal Klasse.
Nur schade, das die Bilder bei imageshack irgendwann verschwinden werden. An "meine" Galerie willste wirklich nicht ran?

Aber wenn es am Ende wieder ein PDF gibt, ist alles gut.

PS: Darf ich im Getriebe-Thema deinen ersten Eintrag ergänzen und gleich dort (zusätzlich zur letzten Seite) den Link zum PDF einfügen? Ich werde das natürlich entsprechend kommentieren.
Das macht es einfacher, finde ich.

Hegautrabi

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Seb hatte unvorsichtigerweise mal mir gegenüber erwähnt daß ihm das auch Spaß gemacht hat.

Ja Beppo, das kannst du gerne machen.

heckman

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Kleine Ergänzung zum Auswinkeln, nicht am Pleuel drücken sondern mit einem passenden Holz gegenhalten. Du willst ja keine Druckmarken im Lager.
Kolbenringstoßmaß prüfen?
Hegautrabi

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Stimmt, füge ich noch ein.
Fg601

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Welchen Sinn hat diese Art des auswinkelns?
Die Kontrolle der Drehschieber ist mit Haarlineal ungünstig weil nur punktuell gemessen wird.Also auf eine Glasplatte oder ähnliches damit.
Hegautrabi

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Den Einwand hatte ich erwartet.
Diese Methode setzt natürlich voraus daß die Bohrung und die seitlichen Flächen rechtwinklig zueinander sind, das ist nach meiner Erfahrung der Fall. Zumindest ist es bei den Wellen der Herrn Schumann und Müller so. Ich hatte damit wirklich noch nie Probleme.
Sicherlich kann, wer das möchte, die Kolben ohne Ringe verbauen und das mit der Ölmethode kontrollieren oder sich den Visierstahl zulegen und das damit machen.
Fg601

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Der Sinn des auswinkelns ist ja der, das durch das oben geführte Pleul dass das untere Pleul Auge nicht an der HubScheibe drängelt/schleift.So lange die Zylinder nicht montiert und ausgerichtet sind ist jedes auswinkeln Sinn frei.Der Kolben und Zylinder gibt die Position vor wo sich das untere Pleul letztlich b befindet.
Zum Thema Kurbelwelle wurde ich noch ergänzen, dass alle Lager auf Vollständigkeit der Wälzkörper überprüft werden, gerade bei DDR-Wellen ist das wichtig will es doch häufiger vorkommt.Weiterhin sollte man die Welle auf den Versatz kontrollieren um später Probleme bei der Zündung zu vermeiden.
Für das Kurbel Gehäuse gibt es auch eine Anzugs-Reihenfolge für die Schrauben.Bei den Schwungscheiben gibt es unterschiedliche Drehmomente, ich hab da 140Nm im Kopf.
Ich bin auch der Meinung, man sollte die Drehschieber vorher auf die Welle montieren um das verbiegen beim nachträglichen Einbau zu umgehen.
Hegautrabi

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Gerade habe ich noch eine Welle ausgepackt und das vorherige Einsetzen der Drehschieber mit der Schraubendrehermethode dokumentiert. Die hatte auch noch Original-Lager im Fuß, das konnte ich auch gleich fotografieren.

Vorschlag: was hältst du davon wenn du die Auswinkel-Vorgehensweise mit Bild und Text beisteuerst?

[Bearbeitet von Hegautrabi (12-01-2014 - 12:40)]

Fg601

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Bilder geht momentan nicht, Telekom hat mein DSL geändert, geht nur Handy.
Auswinkeln, Kolben montieren ohne Ringe und trocken, Zylinder trocken aufsetzen,Fußmuttern handfest an schrauben.Planplatte oder Krümmer anschrauben dann Fuß Muttern fest ziehen.Welle langsam ein paar mal durch drehen.Kolben im OT und UT versuchen seitlich zu verschieben.Der Kolben sollte nach beidenSeiten gleichmäßig Spiel haben.Auswinkeln muss man, wenn der Kolben einseitig an der Zylinder-Wand drängelt.
Dann Zylinder und Kolben runter, Haltebleche für Pleul aufschrauben und Pleul leicht nach biegen, dann das ganze wieder von vorn kontrollieren.
Bevor die Ringe auf die Kolben montiert werden, die Ring-Pins auf festen Sitz prüfen.
Hegautrabi

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Gut, die Bilder dazu mache ich.
Aber wie sehen die Haltebleche aus? Angeschraubt über Langlöcher an den Zugankern der Füsse?

[Bearbeitet von Hegautrabi (12-01-2014 - 13:44)]

Fg601

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Genau, ein Ausschnitt für das Pleul und Lang Löcher damit das Pleul fest gespannt werden kann.Es gibt harte und weiche Pleul, dem entsprechend geht das Richten leicht oder schwer.
Hegautrabi

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Schickst du mir davon mal ein Bild? Dann baue ich das nach.
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